Im Gespräch mit Robin de Groot

Kardiologe Dr. med. Robin de Groot arbeitet seit dem 1. April 2019 im HerzZentrum. Er ist im gesamten Spektrum der allgemeinen Kardiologie tätig und spezialisiert auf die Herz-Bildgebung.

Herr Dr. de Groot, wie haben Sie sich im HerzZentrum und in der Schweiz eingelebt?

Es gefällt mir sehr gut hier, sowohl am Arbeitsplatz wie auch an meinem Wohnort in Zumikon mit meiner Frau und meinen zwei Kindern. Ich bin schon mit einem positiven Gefühl in die Schweiz gekommen. Das Land war mir vertraut, ich habe mehrmals mit meinen Eltern Ferien in Interlaken verbracht. Das ältere der beiden Kinder geht nun bereits in den Kindergarten. Die Menschen sind alle so nett. Im HerzZentrum spürt man, dass alle gemeinsam Verantwortung übernehmen und dieses Unternehmen noch weiter nach vorne bringen wollen. Das realisieren auch die Patienten.

Welcher Weg hat Sie ins HerzZentrum geführt?

Ich habe meine medizinische Grundausbildung in Holland, genau genommen in Leiden, absolviert und mich danach in Kardiologie weitergebildet. Der Wunsch, ins Ausland zu gehen, war immer da und der Zeitpunkt günstig, weil die Kinder noch sehr klein sind. Als das HerzZentrum jemanden suchte, entsprach das genau meinem Profil. Am 1. April 2019 habe ich dann die neue Stelle angetreten.

Gibt es Ihres Erachtens nennenswerte Unterschiede zwischen dem holländischen und dem schweizerischen Gesundheitssystem?

Von der Qualität her sehe ich keine. Beide Länder verfügen über ein hochqualifiziertes Gesundheitswesen. Ein grosser Unterschied besteht im Faktor Zeit. Im Gegensatz zu den Niederlanden habe ich im HerzZentrum die Erfahrung gemacht, dass man hier noch Zeit für die Patienten hat und umfassender auf deren gesundheitliche Probleme eingehen kann, im Gespräch und durch das Beobachten. Dadurch gewinnen wir letztlich wieder Zeit. In den Niederlanden dagegen war meine Zeit mit den Patienten leider knapp bemessen.

In Ihrem Curriculum erwähnen Sie unter anderem die Kardiale Magnetresonanz-Untersuchung als Fachgebiet. Was ist damit gemeint?

Mit einem sogenannten Herz-MRI lassen sich die Struktur und Funktion des Herzens prüfen. Strukturell untersucht man vor allem die Herzwände sowie die Klappen. Es kann zum Beispiel getestet werden, ob die Herzmuskulatur funktionstüchtig ist und wie sie durchblutet wird. Es macht grossen Sinn, wenn hier Kardiologen und Radiologen eng zusammenarbeiten und auch die Bilder gemeinsam auswerten. Das ist in der Schweiz noch nicht alltäglich, aber ich hoffe, dass ich dies in der Zukunft ändern kann.

Wie sieht es mit der Strahlenbelastung bei solchen Untersuchungen aus?

Das gibt es bei der Magnetresonanztomographie nicht. Sie nutzt magnetische Felder, keine Röntgenstrahlen.

Zu Ihren Kernkompetenzen zählt unter anderem auch das Qualitätsmanagement in der Medizin. Womit setzen Sie sich dabei konkret auseinander?

An der Erasmus Universität in Rotterdam habe ich einen Master in Health Management absolviert. Beim Qualitätsmanagement geht es um organisatorische Massnahmen zur Verbesserung der Prozessqualität, um eine Optimierung von Abläufen, nicht zuletzt im Bereich der Sicherheit. Zum Qualitätsmanagement zählen ebenfalls Definitionen, Dokumentationen und Analysen von Leistungen und noch vieles andere mehr. Spitäler müssen sich periodisch zertifizieren lassen. Als Oberarzt war ich in den Niederlanden bei solchen Akkreditierungen und Überprüfungen in anderen Spitälern als staatlich beauftragter Externer beteiligt. Ich bin überzeugt davon, dass ich mein Wissen auch hier in der Schweiz gut anwenden kann.

Wir haben viel über das Thema Herz gesprochen. Tun Sie persönlich auch etwas für ein gesundes Herz?

Ja, ich jogge sehr gerne und habe mir neu ein Mountain-Bike zugelegt. Von meinem Zuhause in Zumikon bin ich zwar in zehn Minuten hier, aber der Rückweg ist ziemlich anstrengend und dauert dreimal so lange. In den Niederlanden hätte ich das Mountain-Bike nicht wirklich gebrauchen können …

Was lässt Ihr Herz höher schlagen?

Mein Herz schlägt für meine Frau und meine beiden Kinder. Sie sind das Wichtigste in meinem Leben. Im Weiteren schlägt mein Herz für lateinamerikanische Tänze und Musik höher, eine Passion, die ich seit langem pflege!